Phasencontrast
Phasencontrast (auch Phasenkontrast oder engl. phase contrast) bezeichnet Verfahren zur Sichtbarmachung von licht- oder teilchenoptischen Phasenverschiebungen in transparenten, neutraldichten Proben, die im Intensitätsbild sonst kaum Kontrast zeigen. Am bekanntesten ist der von Frits Zernike entwickelte Phasenkontrastmikroskopieansatz, für den er 1953 den Nobelpreis erhielt.
Prinzip: Unterschiedliche Teile einer Probe verzögern die Wellenfront leicht (Phasenverschiebung). Durch spezielle Optik — annulare Beleuchtung und
Anwendungen: Phasenkontrast wird vor allem in der biologischen Mikroskopie eingesetzt, um lebende, ungefärbte Zellen, Gewebeschnitte, Mikroorganismen
Vorteile und Grenzen: Phasenbildgebung erlaubt Kontrast ohne Färbung und minimale Probevorbereitung. Einschränkungen sind Halo‑ und Schattierungsartefakte,