Patientensouveränität
Patientensouveränität bezeichnet das Recht und die Fähigkeit des Patienten, in medizinischen Belangen eigenständig oder gemeinsam mit dem Arzt Entscheidungen zu treffen. Sie basiert auf dem Respekt vor der Autonomie, der Informiertheit und der freiwilligen Zustimmung. Zentrales Ziel ist es, dass Patientinnen und Patienten die Vor- und Nachteile von Therapieoptionen verstehen, informierte Wahlmöglichkeiten haben und die Behandlung mitgestalten können.
Historisch hat sich von einer paternalistischen Arzt-Patienten-Beziehung hin zu einer patientenzentrierten Versorgung entwickelt. Gemeinsame Entscheidungsfindung (shared
Zentrale Bestandteile sind: umfassende, verständliche Aufklärung über Optionen, Nutzen und Risiken; Prüfung der Entscheidungsfähigkeit; freiwillige, informierte
Rechtlich wird Patientensouveränität in vielen Ländern gestärkt; in Deutschland etwa durch das Patientenrechtegesetz, das Informations- und
Herausforderungen bestehen in variierender Gesundheitskompetenz, Sprach- und Bildungsbarrieren, akuten Notfällen, kognitiven Einschränkungen und dem Spannungsfeld zwischen
In der Praxis stärkt die Patientensouveränität Vertrauen, Zufriedenheit und Therapietreue; sie bleibt ein zentrales ethisches und