NMethylierung
N-Methylierung bezeichnet die Einführung einer Methylgruppe (-CH3) an ein Stickstoffatom in organischen Verbindungen, insbesondere an Amine. Ziel ist die Bildung von N-methylierten Derivaten. Dabei ergeben sich schrittweise neue Substituenten am Stickstoff: aus einem primären Amin wird ein sekundäres, aus einem sekundären ein tertiäres Amin, und bei weiterer Methylierung kann ein quartäres Ammoniumsalz entstehen. Neben Ammoniumverbindungen können auch andere stickstoffhaltige Strukturen, wie beispielsweise Aromaten mit N-Atomen, teilweise N-methylieren.
Chemische N-Methylierung wird in der Praxis mit verschiedenen Methylreagenzien durchgeführt. Gängige Reagenzien sind Methyliodid (MeI), Dimethylsulfat
Biologisch gesehen erfolgt N-Methylierung vor allem über Methyltransferasen, die S-Adenosylmethionin (SAM) als Methylspender verwenden. In der
Anwendungen liegen in der Synthese pharmazeutischer Verbindungen, im Natural-Product-Bereich und in der biochemischen Forschung. Sicherheitsrelevante Methylierungsreagenzien