Montagezyklen
Montagezyklus bezeichnet in der Film- und Videotheorie eine Abfolge von Montagefragmenten, die über mehrere Sequenzen hinweg ein gemeinsames Thema, Motiv oder eine formale Idee verfolgen und als zusammenhängende Einheit präsentiert werden. Der Zyklus kann sich auf einzelne Szenen, eine Episode oder den gesamten Film beziehen und dient der Verdichtung von Zeit, dem Aufbau von Sinn und der dramaturgischen Struktur durch organisierte Schnittfolgen.
Typische Merkmale eines Montagezyklus sind wiederkehrende Motive in Bildschnitt und Komposition, rhythmische Variationen, graduelle Steigerungen oder
Anwendungsfelder finden sich besonders in der experimentellen und künstlerischen Filmsprache, in Musikvideos, Werbefilmen und digitalen Arbeiten.
Historisch ist der Begriff nicht fest an eine einzige Gattung gebunden; er wird in der deutschen Fachliteratur