Mikroinjektionen
Mikroinjektion bezeichnet eine feine Injektionstechnik, bei der extrem geringe Volumina Substanzen durch eine winzige Glasspritze direkt in einzelne Zellen, Embryonen oder Gewebe eingeführt werden. Die Methode ermöglicht eine gezielte Abgabe von DNA, RNA, Proteinen oder Fluoreszenzmarkern.
Typisch verläuft sie mit Glas-Mikropipetten, Mikromanipulatoren und einem Druck- oder Pneumatiksystem unter einem Stereomikroskop. Die Pipette
Der Ablauf variiert nach Ziel: In vitro wird die Substanz in kultivierte Zellen oder Embryonen injiziert; in
Anwendungsbereiche sind Entwicklungsbiologie, Genetik und Biomedizin: transgene Tiermodelle, funktionelle Genomik, Zellsignal-Forschung, sowie diagnostische oder therapeutische Studien
Vorteile sind Präzision und direkte Molekülinjektion; Nachteile umfassen technischen Aufwand, geringe Durchsatzrate und Risiko mechanischer Schäden
Ethik, Tierschutz und regulatorische Vorgaben beeinflussen viele Anwendungen, insbesondere bei Arbeiten mit Tieren oder potenziell humanen