Kristallisationskerne
Kristallisationskerne sind winzige Aggregationen von Molekülen oder Atomen, die als Ausgangspunkte für das Kristallwachstum dienen, wenn eine Substanz aus einer ungeordneten in eine geordnete Festphase übergeht. Sie entstehen typischerweise bei Übersättigung, Unterkühlung oder Temperatureinfluss und können entweder spontan im Inneren einer Phase auftreten oder an Oberflächen und Fremdpartikeln befestigt sein.
Es unterscheidet man homogene und heterogene Kristallisationskerne. Homogene Kerne bilden sich ohne äußere Oberflächen und sind
Damit ein Kern stabil wird, muss er eine kritische Größe überschreiten. Liegt er darunter, verschwindet er wieder;
Wichtige Einflussfaktoren sind Temperatur, der Grad der Übersättigung oder Unterkühlung, Druck, Lösungsmittel und Anwesenheit von Fremdkörpern.
Anwendungen finden sich in Metallurgie, Polymerverarbeitung und Pharmazie: Eine kontrollierte Kernbildung ermöglicht feine, gleichmäßige Körner oder