KernbrennstoffSchmelze
Kernbrennstoffschmelze bezeichnet in der Kerntechnik den Zustand, in dem der Kernbrennstoff infolge von Überhitzung schmilzt. Es kann sich ein flüssiges Gemisch aus Brennstoff, Hüllmaterial und Bauteilmaterialien bilden, das als Korium bezeichnet wird. Sie gilt als schwerer Unfall, der den Reaktorkern und unter Umständen das Containment beeinträchtigen kann.
Ursachen sind oft Ausfälle der Kühlung, Stromunterbrechungen oder fehlerhafte Sicherheitsmaßnahmen. Ohne ausreichende Kühlung steigen Temperatur und
Die Folgen reichen von Schäden am Reaktorkern bis zur Freisetzung radioaktiver Stoffe, insbesondere wenn Containment-Strukturen versagen.
Historische Beispiele sind der Unfall von Three Mile Island (1979), der zu einer partiellen Brennstoffschmelze führte;
Die Vermeidung einer Kernbrennstoffschmelze bleibt Hauptziel der Reaktorsicherheit. Internationale Normen, Aufsicht und Betreiber arbeiten an mehrstufigen