Kabelinfrastrukturen
Kabelinfrastrukturen bezeichnet die Gesamtheit der elektrischen und telekommunikationstechnischen Kabelsysteme und deren Infrastruktur, die für die Übertragung von Energie, Signalen und Daten sorgen. Sie umfasst Netzebenen von Übertragung (Hochspannung) und Verteilung (Niederspannung) sowie Breitband- und Datennetze, einschließlich Glasfaser- und Kupferkabeln sowie Unterseekabel. Zu den Hauptkomponenten gehören Leiter, Isolation, Abschirmung, Schutzmantel und ggf. Armierung; Verbindungsstücke, Schutzhüllen und die Trassen (Schächte, Kabelkanäle, Leitungsrohre) oder Oberleitungen. Kabelinfrastruktur umfasst Bau, Betrieb und Wartung: Verlegung in Erdreich (Trenching), direkte Verlegung, Kabelkanäle und Ducts, Freileitungen, sowie Unterseekabel. Kabel müssen gegen Umwelt, mechanische Beanspruchung, Feuer geschützt werden; Sicherheits- und Brandschutzanforderungen bestimmen Materialwahl. Rechtliche Aspekte: Liegenschaften, Trassenrechte, Genehmigungen; Betrieb wird über Netzpläne geregelt. Standards: IEC, CENELEC, ITU-T; Interoperabilität und Sicherheit in Bereichen wie Hoch-/Niederspannung, Telekommunikation, Glasfaser. Anwendungen reichen von Stromversorgung, Versorgungssicherheit bis zu Breitband-Internet und Vernetzung von Rechenzentren.