Intervallrechnung
Intervallrechnung ist ein Teilgebiet der Numerik, das mit Mengen von Zahlen arbeitet, die durch Intervallnotation beschrieben werden. Ein Intervall I=[a,b] enthält alle Werte x mit a ≤ x ≤ b. Ziel ist es, Berechnungen durchzuführen, die sichere Grenzen für das Ergebnis liefern, selbst wenn Eingaben Unsicherheiten oder Rundungsfehler aufweisen.
Die Grundoperationen für Intervalle I=[a,b] und J=[c,d] sind: Addition I+J=[a+c, b+d]; Subtraktion I−J=[a−d, b−c]; Multiplikation I·J=[min(ac,
Eine wesentliche Eigenschaft ist die Einschluss-Eigenschaft: Für jedes x ∈ I und y ∈ J gilt f(x,y) ∈ K,
Probleme: Das Ergebnis kann aufgrund von Abhängigkeiten zwischen Variablen oft übermäßig groß werden, ein Phänomen, das
Anwendungen: Validierte Numerik, Fehlerabschätzung, Stabilitäts- und Konvergenzuntersuchungen, globale Optimierung sowie Robustheitsnachweise.
Historischer Hinweis: Die Intervallrechnung wurde in den 1960er Jahren von Moore eingeführt und dient seither der