Die Ursachen für Hochfrequenzstörungen sind vielfältig und reichen von natürlichen Phänomenen wie Blitzen oder Sonnenstürmen über menschengemachte Emissionen wie Funkübertragungen bis hin zu Störungen durch falsch dimensionierte oder schlecht abgeschirmte Kabel. Besonders in dicht besiedelten Gebieten oder industriellen Umgebungen sind solche Störungen häufiger, da die Dichte der elektromagnetischen Quellen höher ist. Auch die Nähe zu Hochspannungsleitungen oder Transformatorstationen kann zu Störungen führen, da diese starke elektromagnetische Felder erzeugen.
Die Auswirkungen von Hochfrequenzstörungen können je nach Art und Stärke variieren. In der Kommunikationstechnik können sie zu Rauschen, Signalverzerrungen oder vollständigen Ausfällen führen. In der Messtechnik können sie Messwerte verfälschen, was besonders in präzisen Anwendungen wie der Medizin oder der Luftfahrt problematisch ist. Um Hochfrequenzstörungen zu minimieren, werden verschiedene Maßnahmen eingesetzt, darunter die Verwendung von abgeschirmten Kabeln, Filtertechniken, die Optimierung der Antennenanordnung oder die Anwendung von Störunterdrückungsverfahren wie Frequenzumtastung oder Fehlerkorrekturcodes in digitalen Systemen.
Die Normung und Regulierung von Hochfrequenzstörungen erfolgt durch internationale und nationale Standards, etwa die Richtlinien der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) oder der Europäischen Union (z. B. die Richtlinie 2014/30/EU zur elektromagnetischen Verträglichkeit). Diese legen Grenzwerte für zulässige Störstrahlung fest und definieren Anforderungen an die Störfestigkeit von Geräten, um eine reibungslose Koexistenz verschiedener Funkdienste und eine sichere Nutzung elektronischer Geräte zu gewährleisten.