Färbeverhalten
Färbeverhalten bezeichnet in der Histologie, Zytologie und Mikrobiologie, wie Gewebe, Zellen oder Materialien Farbstoffen während eines Färbevorgangs begegnen und Bindungen eingehen. Es bestimmt, welche Strukturen sichtbar werden und wie Kontraste entstehen. Das Färbeverhalten ergibt sich aus der Chemie des Farbstoffs (Ladung, Polarität) und den Eigenschaften der Probe sowie den Reaktionsprinzipien wie Ionenaustausch und Wasserstoffbrücken.
Typische Muster ergeben sich aus der Zuordnung von Strukturen zu basischen oder sauren Farbstoffen. Basophile Strukturen
Die Färbeergebnisse hängen stark von Verfahren ab: Fixierung, Entwässerung, Entfettung, Schnitthäufigkeit, pH-Wert, Farbstoffkonzentration, Inkubationszeit und Reihenfolge
Anwendungen umfassen die Identifikation von Zelltypen, Gewebestrukturen und pathologischen Veränderungen. Die Standardfärbung Hematoxylin–Eosin (HE) liefert Kontrast
Zur Bewertung des Färbeverhaltens werden Sichtbarkeit, Farbintensität und Homogenität beurteilt; bei quantitativen Ansprüchen können Bildanalyse und