Enantioselektive
Enantioselektive Vorgänge sind chemische Reaktionen oder Abläufe, die bevorzugt eines der beiden Enantiomeren eines chiralen Produkts ergeben. In der Stereochemie bezeichnet Enantioselektivität die Tendenz einer Reaktion, einen Enantiomer dem anderen vorzuziehen. Die Ausprägung wird üblicherweise durch den Enantiomerie-Überschuss (ee) beschrieben, definiert als ee = |[R] − [S]| / ([R] + [S]) × 100 Prozent, wobei [R] und [S] die Anteile der beiden Enantiomeren sind. Oft spricht man auch von dem Enantiomerieverhältnis (er).
Enantioselektivität wird durch verschiedene Strategien erreicht. Die bekannteste ist die asymmetrische Katalyse, bei der chirale Katalysatoren
Wichtige Beispiele sind die Sharpless-Oxidation, die CBS-Reduktion (Corey–Bakshi–Shau) und verschiedene asymmetrische Hydrierungen, die in der Industrie