Elektronenmangel
Elektronenmangel bezeichnet in der Chemie die Eigenschaft eines Atoms oder Moleküls, in seiner Valenzelektronenstruktur weniger Elektronen zu besitzen, als für eine stabile Elektronenkonfiguration notwendig wären. Häufig handelt es sich dabei um eine Unterschreitung des Oktets, insbesondere bei dreifach koordinierten Elementen wie Bor. Zentralatome wie Bor in BH3 oder BF3 befinden sich mit nur sechs Elektronen in der Valenzschale in einem elektronisch „knappen“ Zustand.
Durch den Elektronenmangel verhält sich das Molekül oft als Lewis-Säure: Es besitzt eine niedrige Elektronenpaar-Affinität und
Zu klassischen Beispielen zählen Borverbindungen wie BF3, BCl3 und BH3 sowie aluminiumsalze wie AlCl3. Aufgrund des
Bedeutung und Anwendungen: Elektronenmangel beeinflusst die Reaktivität, Bindungsbildung und Katalyse in vielen Reaktionen. Das Konzept hilft