Echtzeitsimulationen
Echtzeitsimulationen bezeichnen die Simulation von Systemen, bei der die Rechenzeit der Simulation strikt mit der realen Zeit verknüpft ist. Dadurch entstehen Eingaben und Ausgaben der simulierten Struktur in derselben zeitlichen Reihenfolge wie im echten Betrieb. Ziel ist es, komplexe Systeme realitätsnah zu testen, zu validieren oder zu schulen, ohne das reale System zu gefährden oder kostspielige Prototypen nutzen zu müssen.
Man unterscheidet harte Realzeit, bei der das Überschreiten einer Abstands- oder Deadlines zu systembedingten Fehlverhalten führt,
Typische Architekturkomponenten sind eine Simulations-Engine, eine Synchronisierungsschicht und oft ein Echtzeitbetriebssystem (RTOS) oder eine feste zyklische
Anwendungsbereiche umfassen die Automobilindustrie (Fahrassistenzsysteme, Brems- und Lenksysteme), Luftfahrt, Energiesysteme (Stromnetze, Verteilernetze), Robotik, industrielle Automatisierung und
Wichtige Messgrößen sind Zykluszeit, Termin- bzw. Deadline-Miss-Rate, Jitter und Gesamtdurchsatz. Echtzeitsimulationen liefern so präzise Testumgebungen, Validierung