Benetzungsverhältnisse
Benetzungsverhältnisse beschreiben das Wetting-Verhalten einer Flüssigkeit auf einer Feststoffoberfläche. Zentrales Maß ist der Kontaktwinkel θ, der im Gleichgewicht am Kontaktpunkt zwischen Flüssigkeit, Feststoff und Gas gemessen wird. Ein kleiner θ signalisiert gute Benetzung; ein großer θ deutet auf geringe Benetzung hin. Typische Kategorien sind vollständige Benetzung (θ nahe 0°), partielle Benetzung (0° < θ < 90°) und schlechte Benetzung (θ > 90°).
Die Benetzung folgt oft der Youngschen Gleichung: γ_SV = γ_SL + γ_LV cos θ, wobei γ_SV, γ_SL und γ_LV
Oberflächenrauheit und Struktur beeinflussen den effektiven Kontaktwinkel. Zwei gängige Modelle sind das Wenzel-Modell, das die Wirkung
Dynamische Benetzung betrachtet fortschreitende und rücklaufende Kontaktwinkel, die sich wegen Hysterese und Oberflächenviskosität unterscheiden. Messungen erfolgen
Anwendungen: Die Kenntnis der Benetzungsverhältnisse ist entscheidend in Beschichtung, Lackierung, Mikrofluidik, Druckprozessen sowie in der Biomedizin,