Bauteilermüdung
Bauteilermüdung bezeichnet die progressive Schädigung eines Bauteils durch zyklische Beanspruchung, bei der sich Risse an lokalen Spannungs concentratoren bilden und sich unter wiederholter Belastung ausbreiten. Oft liegen die Belastungen deutlich unter der statischen Werkstoffgrenze, dennoch kann es zum Versagen kommen, wenn der Riss eine kritische Größe erreicht.
Der Ermüdungsprozess verläuft üblicherweise in drei Phasen: Initiation des Risses an einer Schwachstelle oder einer Oberflächenunregelmäßigkeit,
Typisch unterscheidet man Hochzyklische Ermüdung (HCF) und Niedrigzyklische Ermüdung (LCF). Bei vielen Stählen existiert eine Dauerfestigkeit
Lebensdauerabschätzung erfolgt über S-N-Kurven (Wöhler-Kurven) oder durch bruchmechanische Ansätze, die DeltaK und Risswachstum berücksichtigen. Mittelspannungsanteile beeinflussen
Typische Prüfmethoden umfassen S-N-Tests, Rotationsbiegeversuche und Risswachstumsuntersuchungen, aus denen Kurven und Sicherheitsfaktoren abgeleitet werden.