quasistationär
Quasistationär beschreibt in der Physik und Chemie einen Zustand oder Prozess, der sich zeitlich verändert, dessen makroskopische Größen jedoch in kurzen Zeitabschnitten wie in einem stationären Zustand erscheinen. Voraussetzung ist eine klare Trennung der Zeitskalen: Die inneren Relaxationszeiten sind klein im Vergleich zur Zeit, in der äußere Bedingungen variieren. Dadurch lassen sich dynamische Systeme oft durch lokale Gleichgewichte oder stationäre Größen annähern.
In der Reaktionskinetik wird häufig die Quasi-Stetigkeitsannahme (quasi-steady-state approximation, QSSA) verwendet. Schnelle Zwischenstufen werden so behandelt,
In der Stochastik bezeichnet man als quasistationäre Verteilung (Quasi-Stationary Distribution, QSD) eine Wahrscheinlichkeitsverteilung, die die Zustände
Anwendungen finden sich in Thermodynamik, Strömungsmechanik und Festkörperphysik, wo äußere Parameter langsam variieren und der Zustand