feingewinde
Feingewinde bezeichnet eine Form des Schraubengewindes, bei der der Gewindegang (Pitch) kleiner ist als bei Grobgewinde. Im metrischen System wird das Feingewinde durch die Bezeichnung M gefolgt vom Nenndurchmesser und dem Gewindegang angegeben, zum Beispiel M6x0,75, M8x1,0 oder M10x1,25. Feingewinde weisen mehr Gewindegänge pro Längeneinheit auf, was eine feinere Justage, eine geringere Drehung pro Linearweg und in vielen Fällen eine bessere Passung ermöglicht. Durch die engere Gewindeabstufung können sich je nach Anwendung präzisere Einstellungen ergeben; bei ausreichender Schmierung kann die Widerstandsfähigkeit gegen Lockerung durch Vibrationen in bestimmten Situationen steigen. Nachteile sind aufwendigere Fertigung, höhere Kosten und tendenziell höhere Reibung beim Verschrauben.
Feingewinde finden sich vor allem in Präzisionsmechanik, Instrumentenbau und Feinmechanik, dort, wo feine Abstufungen, genaue Einstellungen
Herstellung und Normung: Feingewinde entstehen durch Gewindeschneiden, -rollen oder -formen und richten sich nach ISO- bzw.