Zustandsunsicherheiten
Zustandsunsicherheiten bezeichnen in der Quantenmechanik die intrinsische Streuung der Messergebnisse eines Observablen in einem gegebenen Quantenzustand. Sie sind eine Eigenschaft des Zustands selbst und nicht auf Messfehler oder technische Ungenauigkeiten zurückzuführen. Die Größe einer Zustandsunsicherheit wird üblicherweise durch die Standardabweichung ΔA des Observablen A in dem Zustand angegeben.
Formal lässt sie sich für einen Zustand beschrieben durch eine Wellenfunktion ψ (im Hilbertraum) als ΔA^2 = ⟨ψ|A^2|ψ⟩
Beispiele verdeutlichen das Phänomen: Für einen Spin-1/2-Zustand, der eine eigenstate von Sz ist, ist ΔSz = 0,
Im Unterschied zu reinen Messfehlern reflektieren Zustandsunsicherheiten die fundamentale Quantenfluktuation des Systems. Bei gemischten Zuständen enthält