Vorläufermittel
Vorläufermittel sind chemische Substanzen, die in der Synthese als Ausgangsstoffe dienen und in einem nachfolgenden Reaktionsschritt in das Zielmaterial überführt werden. Sie werden genutzt, um Zwischen- oder Endprodukte aus Ausgangsstoffen mit kontrollierter Reaktivität, Struktur oder Morphologie herzustellen. In der Materialwissenschaft und der chemischen Verfahrenstechnik finden Vorläufermittel Anwendung bei der Herstellung von Keramiken, Polymeren, Metall- und Metalloxid-Schichten sowie Nanostrukturen. Typen umfassen anorganische Salze oder Oxide, organometallische Verbindungen, organische Monomere mit Schutzgruppen, Hydridspendern oder gasförmige Vorläufer wie Silan- und Metallalkylverbindungen, die sich unter geeigneten Bedingungen transformieren.
In der Praxis dienen Vorläufermittel als Quelle für das gewünschte Element oder die gewünschte Funktionseinheit. Beispiele
Die Wahl der Vorläufermittel beeinflusst Reinheit, Phase, Morphologie und Eigenschaften des Endprodukts. Wichtige Eigenschaften sind Stabilität,