Verhaltensbindung
Verhaltensbindung bezeichnet in der Psychologie den Prozess, durch den Verhaltensweisen dauerhaft mit auslösenden Reizen, Situationen oder Konsequenzen verknüpft werden. Dabei wird eine anfänglich flexible Reaktion durch wiederholte Kopplung mit Belohnungen oder Bestrafungen stabilisiert, sodass sie in ähnlichen Situationen häufiger oder vermiedend auftritt. Verhaltensbindung entsteht sowohl durch klassische Konditionierung, bei der ein neutraler Reiz mit einem reizvollen oder aversiven Reiz assoziiert wird, als auch durch operante Konditionierung, bei der Verhalten durch Verstärkung oder Bestrafung geprägt wird. In der Praxis treten beide Mechanismen oft gemeinsam auf.
Mechanismen und Neurobiologie: Lernprozesse, Erwartungshaltung und Vorhersagefehler stärken die Bindung. Neurobiologisch wird angenommen, dass dopaminerges Belohnungssystem,
Bedeutung und Anwendungen: Die Verhaltensbindung erklärt, warum Gewohnheiten entstehen, wie Verhalten durch Veränderungen der Umwelt, Konsequenzen
Limitierungen: Bindungen sind oft kontextabhängig und können durch Löschung, Neubewertung oder Extinktion verändert werden. Generalisierung und