Tumorrelevanz
Tumorrelevanz ist ein Begriff aus der Onkologie und Pathologie, der beschreibt, in welchem Maß eine biologische Veränderung, ein Tumormerkmal oder ein diagnostischer Befund das Verhalten eines Tumors beeinflusst. Relevante Veränderungen sind in der Regel Treiber-Mutationen oder Biomarker, die das Tumorwachstum, die Invasion oder die Metastasierung beeinflussen oder direkte Konsequenzen für Therapien haben. Demgegenüber stehen oft nicht treibende, sogenannte Passagier-Mutationen, die das Tumorverhalten nicht wesentlich steuern.
Die Bestimmung der Tumorrelevanz basiert auf einer Kombination aus funktionalen Studien, klinischer Evidenz, Tumorheterogenität und medizinischer
Beispiele für hochrelevante Befunde sind Treiber-Mutationen wie EGFR-Mutationen oder ALK-Rearrangements im Lungenkarzinom, HER2-Überexpression/Amplifikation im Brustkrebs und