Stiftbriefe
Stiftbriefe sind Urkunden, mit denen kirchliche Stifte – Collegiate Stifte oder Stiftungen – rechtlich geschaffen oder verändert wurden. Sie finden sich vor allem im deutschsprachigen Raum vom späten Mittelalter bis in die frühe Neuzeit.
Sie legen den Gründungszweck fest, ordnen Vermögen und Einkünfte zu, bestimmen die Rechtsstellung von Stiftoberhäuptern (z.
Typischer Inhalt umfasst die Beschreibung des Stiftsgegenstandes, die Auflistung der übertragenen Ländereien, Zinsen oder Nutznießungen, Regelungen
Form und Überlieferung: Stiftbriefe sind Urkunden im chirographischen oder Pergamentformat, meist lateinisch oder mittelhochdeutsch, mit Siegeln
Historische Bedeutung: Als grundlegende Rechtsdokumente schufen Stiftbriefe Besitz- und Herrschaftsverhältnisse, beeinflussten die religiöse Organisation und die
Gegenstand der Forschung ist die Diplomatik, Form, Funktion und Überlieferung von Stiftbriefen; Beispiele finden sich in