Splitterbildung
Splitterbildung bezeichnet in der Materialwissenschaft den Prozess, bei dem durch mechanische Beanspruchung kleine, scharfkantige Splitter oder Spaltstücke entstehen. Sie tritt vor allem bei spröden Materialien wie Glas, Keramik oder gehärteten Metallen auf, kann aber auch bei Holz unter bestimmten Belastungen oder bei Verbundwerkstoffen auftreten. Die Entstehung hängt eng mit Rissbildung und Rissausbreitung zusammen: Fehlerquellen wie Oberflächenunreinheiten, Mikrorisse oder Spannungen fördern die Initiierung eines Risses. Wenn sich der Riss rasch ausbreitet, lösen sich entlang der Spaltflächen Splitter ab, die je nach Materialrichtung und Gefügestruktur unterschiedliche Längen und Formen annehmen können.
Wichtige Einflussfaktoren sind Materialzähigkeit, Temperatur, Belastungsrate und Bearbeitungszustand. Beispielsweise neigen Gläsern unter Stoß oder plötzlicher Beanspruchung
Messung und Analyse erfolgen oft durch Fraktographie, mikroskopische Untersuchung von Bruchflächen oder standardisierte Schlag- und Biegeprüfungen,
In der Praxis ist Splitterbildung ein zentrales Thema in der Sicherheitstechnik, der Werkstoffprüfung und der Fehlersuche