Sequenzierungsauswertung
Sequenzierungsauswertung bezeichnet den systematischen Prozess der Analyse von Rohdaten, die aus Sequenzierungsexperimenten stammen. Ziel ist es, aus den gemessenen Nukleotidtrajektorien biologisch relevante Informationen zu extrahieren, etwa Varianten im Genom, Expressionsprofile oder epigenetische Marker. Der Ablauf beginnt mit der Beschaffung der Rohsequenzen, die typischerweise von Hochdurchsatzplattformen wie Illumina, PacBio oder Oxford Nanopore erzeugt werden. Anschließend erfolgt eine Qualitätsbewertung der Daten, bei der Merkmale wie Leselänge, Phred‑Score‑Verteilung und Zusammensetzung der Nukleotide (GC‑Gehalt) überprüft werden. Auf Basis dieser Bewertung werden Adaptersequenzen entfernt und fehlerhafte Basen korrigiert.
Im nächsten Schritt werden die bereinigten Reads entweder auf ein Referenzgenom ausgerichtet oder im Falle von
Sequenzierungsauswertung ist in der Forschung und Diagnostik von zentraler Bedeutung. Sie ermöglicht die Identifikation genetischer Ursachen