Sedimentversorgung
Sedimentversorgung bezeichnet die Zufuhr und Verfügbarkeit von Sediment aus einem Einzugsgebiet in Flüsse, Auen und Küstenbereiche. Sie ergibt sich aus der Erosion und Verwitterung im Einzugsgebiet, Massenerosion an Hängen, Naturereignissen wie Steinschlag oder Hangrutschen, sowie aus dem Transportvermögen der Gewässer und deren Speicherung in Überschwemmungsgebieten, Sandbänken oder Stauseen. Die Sedimentversorgung wird durch Klima, Hydrologie, Boden- und Vegetationsmanagement sowie land- und forstwirtschaftliche Nutzung beeinflusst.
Wesentliche Komponenten sind Quellgebiete, Transportprozesse und Speicherorte. Sediment wird als Bodenkorn im Bodentransport (Suspended Load) oder
Die Sedimentversorgung hat ökologische und geomorphologische Bedeutung. Sie unterstützt den Aufbau und Erhalt von Flussläufen, Auenökosystemen
Menschen beeinflussen Sedimentversorgung stark. Hydromächtige Eingriffe wie Staudämme, Regulierung von Flüssen, Bergbau, Landnutzung und Urbanisierung verändern
Erfassung und Management erfolgen über Sedimenthaushalts-Bewertungen, Messungen der suspensiven Sedimentkonzentration, Bedload- und Tracer-Analysen sowie räumliche Budgetierung.