Raketenabwehr
Raketenabwehr bezeichnet Systeme, Strategien und Verfahren zur Erkennung, Verfolgung und Zerstörung feindlicher Raketen, insbesondere ballistischer Raketen, bevor sie ihr Ziel erreichen oder während ihres Fluges zerstört werden können. Ziel ist es, den Schaden für Bevölkerung, Infrastruktur und Militäreinheiten zu reduzieren und potenziellen Gegnern die regionale Aggressionsfähigkeit zu begrenzen.
Typischerweise umfasst Raketenabwehr Sensoren (Radar, Satelliten) und Kommunikations- sowie Command-and-Control-Systeme, Interzeptoren oder andere Zerstörungsoptionen sowie die
Ballistische Raketen durchlaufen typischerweise drei Flugphasen: die Boost-Phase, in der der Träger Antrieb gewinnt; die Mittelflugphase
Beispiele für Raketenabwehrsysteme sind Patriot PAC-3, THAAD und Aegis BMD auf See, die auf kinetische Zerstörung
Rechtlich gibt es seit den 1970er Jahren Debatten um Rüstungsbegrenzungen wie den ABM-Vertrag; dieser wurde inzwischen
Herausforderungen sind Kosten, technologische Komplexität, Gegenmaßnahmen (Täuschung, Störsignale) und die Frage der Effektivität angesichts neuer Waffentechniken.