Periodeneffekten
Periodeneffekte bezeichnet in der Statistik zeitliche Einflussfaktoren, die alle untersuchten Einheiten in einem bestimmten Kalenderzeitraum betreffen. Sie stehen im Gegensatz zu Alterswirkungen, die mit dem biologischen Altern zusammenhängen, und Kohorteneffekten, die auf Erfahrungen einer Geburtskohorte beruhen. Periodeneffekte fassen Veränderungen in Umweltbedingungen, Politik, Wirtschaft, medizinischer Versorgung oder kulturellen Rahmenbedingungen zusammen, die sich auf die beobachteten Größen während eines bestimmten Zeitraums auswirken können.
In der Epidemiologie, Demografie und Ökonometrie werden Periodeneffekte oft im Rahmen von Age-Period-Cohort-Modellen (APC) verwendet. Dort
Die Identifikierbarkeit der drei zeitbezogenen Komponenten ist ein zentrales theoretisches Problem: Alter, Perioden- und Kohortenparameter sind
Periodeneffekte liefern Hinweise darauf, wie breit angelegte, zeitbezogene Faktoren die Zielgröße relativ zu früheren Perioden beeinflussen.