Nukleationen
Die Nukleation bezeichnet den ersten Schritt in vielen Phasenübergängen, bei dem sich aus einer metastabilen Ausgangsphase eine neue, stabile Phase bildet. Typische Beispiele sind die Kristallbildung aus einer Lösung oder Schmelze, die Kondensation von Dampf zu Tropfen oder die Bildung neuer Phasen in Metallen und Polymeren. Zentral ist, dass spontane Bildung eines kleinen Kernes allein oft nicht ausreicht; er muss eine bestimmte Größe überschreiten, damit er wachsen kann.
Es gibt homogene Nukleation, die im Inneren einer abgeschlossenen Phase ohne äußere Oberflächen stattfindet, und heterogene
Ausgelöst wird Nukleation typischerweise durch Übersättigung bzw. Unterkühlung. Die Nukleationsrate J hängt exponentiell von der Barriere
Nukleation ist zentral in der Metallverarbeitung (Guss, Wärmebehandlung), der Polymer- und Lösungskristallisation, der Kondensation in der