Netzwerksynthese
Netzwerksynthese bezeichnet in der Elektrotechnik die Theorie und Praxis der Realisierung passiver Netzwerke, die eine gegebene Impedanz- oder Admittanzfunktion Z(s) bzw. Y(s) realisieren. Ziel ist die Konstruktion eines Netzes aus Widerständen, Induktivitäten, Kapazitäten und gegebenenfalls Transformatoren, das die Driving-point-Funktion exakt oder innerhalb definierter Toleranzen abbildet. Eine zentrale Bedingung ist die Positive-Realness der Impedanz, d.h. die Funktion muss energetisch zulässig sein.
Die Netzwerksynthese entwickelte sich maßgeblich durch Arbeiten von Wilhelm Cauer, Foster und Brune. Zwei klassische Reallisierungsformen
Prozess und Vorgehen: Man bestimmt Z(s) bzw. Y(s), prüft die PR-Bedingung, wählt eine Realisierungsvorgabe (Foster oder
Moderne Bedeutung: Netzwerksynthese bildet die Grundlage des Designs passiver Filter und von Impedanzanpassungen und wird durch