Kalibrierungs
Kalibrierung bezeichnet in der Messtechnik den Prozess, bei dem die Beziehung zwischen den Messwerten eines Instruments und den Werten eines anerkannten Referenzstandards bestimmt wird. Ziel ist es, Messungen genau, vergleichbar und rückverfolgbar zu machen. Kalibrierung unterscheidet sich von Verifikation und Justage: Verifikation prüft, ob das Instrument innerhalb zulässiger Toleranzen bleibt; Justage korrigiert Abweichungen, während Kalibrierung die Abweichung ermittelt und dokumentiert.
Der Kalibrierprozess umfasst die Auswahl eines Referenzstandards, den eigentlichen Vergleich, die Bestimmung der Abweichung oder einer
Wesentliche Konzepte sind Rückverfolgbarkeit zur nationalen oder internationalen Norm, oft über eine Kalibrierkette. Messunsicherheit wird angegeben.
Normen und Rahmenwerke: ISO/IEC 17025 fordert Kompetenzen von Kalibrierlaboren; DIN EN ISO 10012, DIN EN ISO
Anwendungsbereiche: Messgeräte wie Waagen, Thermometer, Druck- und elektronische Messsysteme, Laborgeräte, Fertigungsprozesse und Medizintechnik profitieren von Kalibrierungen
Bedeutung: Kalibrierung sorgt für Zuverlässigkeit, unterstützt Qualitätsmanagement und regulatorische Compliance, und minimiert das Risiko von Fehlmessungen.