Isolationsversagen
Isolationsversagen bezeichnet den Ausfall der elektrischen Isolation in einem System, der dazu führt, dass isolierendes Material seine Barrierewirkung verliert und leitfähige Pfade oder Leckströme entstehen. Es betrifft Kabel, Wicklungen von Motoren und Transformatoren, Schaltanlagen, Gehäuse und andere hoch- oder Niederspannungsinstallationen. Ein Isolationsversagen kann zu Erdschlüssen, Kurzschlüssen, Funktionsstörungen, elektrischen Schlägen oder Bränden führen und dadurch die Betriebssicherheit erheblich beeinträchtigen.
Ursachen und Mechanismen: Isolationsmaterial altert durch thermische Beanspruchung, Feuchtigkeit, chemische Einwirkung, UV-Strahlung und mechanische Beschädigungen. Feuchtigkeit
Folgen: Ein Isolationsfehler kann zu Phasen-zu-Phasen- oder Erdschlüssen, Ausfällen von Bauteilen, Bränden oder gefährlichen Berührungspunkten führen.
Erkennung und Vorbeugung: Zur Prüfung werden Isolationswiderstandsmessungen mit Meggern, Hochspannungsprüfungen (Hipot) und, bei Transformatoren, Gasanalysen eingesetzt.