Intervallabstände
Intervallabstände bezeichnen den geringsten Abstand zwischen zwei Intervallen. In der Regel betrachtet man reelle Intervalle I = [a,b] und J = [c,d] mit a ≤ b und c ≤ d. Der Intervallabstand d(I,J) ist der infimum der Entfernungen zwischen Punkten aus I und J. Für geschlossene Intervalle gilt eine einfache Berechnung: Liegen I und J so, dass sie sich überlappen oder berühren, ist der Abstand 0. Sind sie disjunkt, ergibt sich der Abstand aus dem Gap zwischen ihnen.
Eine gebräuchliche Formulierung lautet d(I,J) = max(0, max(a,c) - min(b,d)). Daraus ergibt sich im Spezialfall: Wenn b < c,
Verallgemeinert man das Konzept auf höheren Dimensionen, spricht man von Achsen-parallelen Rechtecken (Hyperrechtecken) in R^n. Sei
Anwendungen finden Intervallabstände in der Intervalarithmetik, der Robusten Numerik, der Kollisionsdetektion in der Computergrafik, sowie in
Beispiele: I=[1,4], J=[3,6] überlappen, Abstand 0. I=[1,2], J=[4,5] ergibt d(I,J) = 2. In mehreren Dimensionen ergibt sich