FresnelVerluste
FresnelVerluste, auch Fresnel-Verluste genannt, bezeichnen die Verluste optischer Leistung, die an Grenzflächen zwischen Medien mit unterschiedlichen Brechungsindizes auftreten. Sie resultieren aus partieller Reflexion gemäß den Fresnel-Gleichungen, wenn Licht eine Grenzfläche durchquert. Die Höhe der Verluste hängt vom Einfallswinkel, der Polarisation des Lichts und den Materialparametern ab. Für normaler Inzidenz gilt R = ((n1 − n2)/(n1 + n2))^2, wobei R der Reflexionskoeffizient ist; der transmittierte Anteil bei idealer, absorptionfreier Übertragung ist T = 1 − R.
In der Praxis sind FresnelVerluste besonders relevant bei Luft-Glas-Interfaces oder Glas-zu-Luft-Interfaces, typischerweise mit etwa 4% Reflexion
Maßnahmen gegen FresnelVerluste umfassen Antireflexbeschichtungen (ARC) mit mehrschichtiger Dielektrik, strukturierte Oberflächen wie Moth-Eye-Texturen, sowie Index-Matchings oder