Fiktionalität
Fiktionalität bezeichnet in der Literatur- und Sprachwissenschaft den Charakter von Aussagen, Texten oder Welten, die als nicht real wahrgenommen bzw. referenzierbar in der realen Welt angelegt werden. Fiktive Texte schaffen fiktionale Welten, in denen Figuren, Ereignisse und Objekte existieren, ohne Anspruch auf reale Existenz. Die Fiktionalität unterscheidet sich von rein hypothetischen oder irrealen Elementen durch die intentionale, kommunikative Einbettung in einen fiktionalen Kontext: Leserinnen und Leser akzeptieren den Text als Spiel der Vorstellung und erkennen die Inhalte als literarisch konstruiert an.
In der Semantik wird häufig von fiktionaler Referenz gesprochen: Beispielsweise werden Namen wie „Sherlock Holmes“ in
Fiktionalität spielt eine zentrale Rolle in Literatur, Film, Theater und digitalen Medien. Sie beeinflusst Erzählformen, Rezeption
Aus theoretischer Sicht hängt Fiktionalität stark vom Kontext ab: Autorintention, Leserfantasie, Gattungsnormen und die narrative Strategie
Insgesamt ist Fiktionalität ein analytischer Bezugspunkt dafür, wie Texte Wirklichkeit herstellen, präsentieren oder hinterfragen.