Erfahrungsbewertung
Erfahrungsbewertung ist ein Verfahren der Versicherungsmathematik, bei dem Prämien oder Risikokennzahlen auf Basis der historischen Schaden- oder Verlusterfahrung eines Versicherten oder einer Gruppe festgelegt werden. Ziel ist es, Risikogerechtigkeit herzustellen: Versicherte mit guter Verlusthistorie sollen niedriger bezahlten als solche mit schlechter Historie. Das Konzept wird vor allem in der Schaden- und Unfallversicherung angewendet, kann aber auch in anderen Bereichen wie der Risiko- oder Kreditbewertung eingesetzt werden.
Typische Anwendungsbereiche sind die individuelle Prämiengestaltung in der Kfz-, Haus- und Betriebliche-Versicherung sowie Tarifformen, die Verlustrisiko
Methodisch umfasst die Erfahrungsbewertung die Erhebung von Schaden- und Kostenverläufen, deren Modellierung (z. B. Häufigkeit- und
Zu den Vorteilen zählen eine bessere Abbildung des individuellen Risikos, Anreize zur Risikoreduzierung und potenziell faire
Ein typisches Beispiel ist das Bonus-Malus-System in der Kfz-Versicherung, das auf der Schadenhistorie basiert und Prämien