Eigenfunktionen
Eigenfunktionen sind Nicht-Null-Funktionen f in einem geeigneten Funktionraum, für die ein Skalar λ existiert, so dass T f = λ f gilt, wobei T ein linearer Operator ist. Sie charakterisieren invariant Unterräume unter T und treten häufig als Lösungen von Differential- oder Integralgleichungen auf, die durch Rand- oder Anfangsbedingungen definiert sind.
Typischerweise betrachtet man T als selbstadjungierten Operator, etwa den Laplace-Operator Δ oder den Hamiltonoperator H in der
Im Rahmen der Sturm-Liouville-Theorie entstehen auf einem Intervall [a,b] eine Folge reellwertiger Eigenfunktionen φ_n mit zugehörigen
Die konkrete Form der Eigenfunktionen hängt von den Randbedingungen ab. Als Beispiel besitzt der eindimensionale Laplacian
Anwendungen finden sich in Quantenmechanik, Schwingungslehre und Signalverarbeitung. Stationäre Zustände, normale Moden von Strukturen und Reihenentwicklungen
Numerisch werden Eigenfunktionen häufig durch Diskretisierung (Finite-Differenzen, Finite-Elemente) approximiert. Verfahren wie Lanczos- oder Power-Iteration liefern Näherungen