Diodenarten
Diodenarten bezeichnet die unterschiedlichen Bauformen und Funktionsweisen von Dioden, Halbleiterbauelementen, die elektrischen Strom in eine Richtung leiten und in der anderen sperren. Sie unterscheiden sich durch Material, Aufbau, Sperrspannung und typischen Anwendungen. Die gängigsten Typen sind PN-Dioden, Schottky-Dioden, Zener- und Avalanche-Dioden, PIN-Dioden sowie Dioden für Licht und Lichtdetektion.
PN-Dioden sind die Standarddioden aus Halbleitermaterial wie Silizium oder Germanium. Sie leiten bei Vorwärtsrichtung und sperren
Schottky-Dioden (Metall-Halbleiter-Dioden) weisen eine sehr niedrige Vorwärtsspannung und schnelle Sperrzeiten auf. Dadurch eignen sie sich besonders
Zener-Dioden und Avalanche-Dioden arbeiten im Reverse-Bias-Bereich in definierten Durchbruchspannungen. Z-Dioden dienen als Spannungsreferenz oder Regulierung, während
PIN-Dioden besitzen eine intrinsische (I) Schicht zwischen P- und N-Schicht. Diese Bauweise ermöglicht hohe Sperrkapazität und
Photodioden wandeln Licht in elektrischen Strom um und werden in Lichtdetektion, Fotografie, Fernmelde- und Kommunikationssystemen eingesetzt.
Varactor- oder Varicap-Dioden verändern ihre Kapazität mit der Reverse-Spannung und werden in Tuning- und Filterkreisen verwendet.
Zusätzliche Schutz- und Hochleistungstypen, wie TVS-Dioden, dienen dem Überspannungsschutz in sensiblen Schaltungen. Diodenarten bieten so eine