Behandlungsgrenzen
Behandlungsgrenzen bezeichnet in der Medizin die Schwellen, an denen weitere Behandlungen als nicht sinnvoll, unverhältnismäßig belastend oder unwirksam eingeschätzt werden. Ziel ist eine Versorgung, die sich an realistische Behandlungsziele, Lebensqualität und den Wünschen der Patientinnen und Patienten orientiert. Behandlungsgrenzen können das Vermeiden oder Abbrechen bestimmter Maßnahmen umfassen, etwa Wiederbelebungsmaßnahmen, intensivmedizinische Therapien oder invasive Diagnostik, ebenso den Verzicht auf neue Therapien, wenn der Nutzen gering ist oder die Belastung zu hoch wäre.
Die Festlegung von Behandlungsgrenzen erfolgt durch eine Abwägung aus medizinischer Prognose, Nutzenschaetzungen, Belastungen und persönlichen Werten.
In Notfällen können medizinische Standards vorerst die Situation regeln, während im Verlauf einer Erkrankung eine erneute