Ausstellungstheorie
Ausstellungstheorie bezeichnet die theoretische Auseinandersetzung mit der Planung, Umsetzung und Wirkung von Ausstellungen in Museen, Galerien und anderen Kulturinstitutionen. Sie analysiert, wie Objekte, Räume, Texte und Medien zu einer erzählerischen oder didaktischen Gesamtinszenierung verbunden werden und wie diese Inszenierung das Wissen der Besucher beeinflusst.
Historische Einordnung: Die Wurzeln liegen in der Museumswissenschaft, der Kunstgeschichte, der Anthropologie; im Verlauf des 20.
Kernbegriffe: Das Konzept (curatorial concept) als programmatische Leitidee; Ausstellungsgestaltung (Scenographie) vs. Textbeiträge (Labeling); Repräsentation und Zugänglichkeit;
Methoden: Recherche, Konzeption, Objektordnung, Raumplanung; didaktische Vermittlung; Beschilderung; multimediale Elemente; Besucherforschung, Evaluierung; barrierefreie Gestaltung; Archiv- und
Gegenwartsdiskurs: Debatten um Dekolonisierung, Rückgabe von Objekten, Öffnung von Sammlungen, digitale und hybride Formate, Nachhaltigkeit; Ausstellungstheorie