Anabaptismus
Anabaptismus, auch Anabaptistische Bewegung genannt, bezeichnet eine religiöse Strömung der Reformation im 16. Jahrhundert in Mitteleuropa. Kennzeichnend sind die Erwachsenentaufe statt Kindertaufe, die Vorstellung von freier, freiwilliger Mitgliedschaft in der Gemeinde sowie die Trennung von Kirche und Staat. Die Bewegung betonte Bibelgrundlage, Gemeinschaftsdisziplin und Friedfertigkeit, wodurch sie sich in vieler Hinsicht von staatlich unterstützten Kirchen absetzte.
Ursprung und Ausbreitung nahmen ihren Ausgang in den 1520er Jahren in Zürich und umliegenden Regionen, wo Frühanhänger
Das Ereignis von Münster (1534–1535) gilt als einschneidendes, kontroverses Kapitel. Radikale Anabaptisten setzten dort eine zeitweilige
Später zerfiel der Anabaptismus in verschiedene Gruppen. Wichtige Strömungen waren die Mennoniten (benannt nach Menno Simons),
Heute existieren Anabaptistische Gemeinschaften weltweit, darunter größere Mennoniten- und Amisch2-Organisationen, oft engagiert in Wohlfahrt, Bildung und