reparationssektoren
Reparationssektoren bezeichnet in der Wirtschafts- und Entwicklungsforschung jene Sektoren einer Volkswirtschaft, die direkt mit Reparationen, Wiedergutmachungszahlungen oder Wiederaufbaufinanzierungen verbunden sind. Der Begriff ist kein standardisierter Branchenausdruck, wird jedoch verwendet, um die wirtschaftliche Dynamik zu erfassen, die aus Reparationsleistungen resultiert, insbesondere in Konflikt- oder Katastrophenfolgen.
Typischerweise umfassen Reparationssektoren Bau und Infrastruktur (Straßen, Brücken, Wohnungsbau), öffentliche Dienstleistungen, industrielle Rehabilitation, Umwelt- und Kulturerbe-Wiederherstellung
Finanzierung: Reparationssektoren werden durch Reparations- und Wiederaufbaufonds, staatliche Haushaltsmittel, internationale Kredite und Zuschüsse sowie private Investitionen
Wirtschaftliche Auswirkungen: Kurzfristig liefern Reparationssektoren Beschäftigung und Nachfrageschübe, langfristig erhöhen sie Kapitalstock, Produktivität und Infrastrukturqualität. Risiken
Messung: Wichtige Indikatoren sind der Anteil der Reparationsausgaben am Bruttoinlandsprodukt, Beschäftigungszahlen in den betroffenen Sektoren, Auftragseingänge
Beispiel und Kontext: Der Begriff wird vor allem in postkonfliktären oder postkatastrophalen Kontexten verwendet, wenn Reparationen
Siehe auch: Reparationszahlungen, Wiederaufbau, Infrastruktur.