Zentrifugalmodelle
Zentrifugalmodelle bezeichnet ein Forschungsverfahren, bei dem Zentrifugalkräfte genutzt werden, um das Verhalten realer Systeme in verkleinerten Modellen zu untersuchen. Sie kommen vor allem in der Geotechnik, im Bauwesen und in der Materialwissenschaft zum Einsatz, um Spannungen, Deformationen und Versagensprozesse unter gegebenen Gravitationseinflüssen zu verstehen.
Das zentrale Prinzip ist die Ähnlichkeit nach dem Froude-Kriterium. Durch Rotation in einer Zentrifuge wird eine
Typische Anwendungsgebiete umfassen die Untersuchung von Bodentypen unter zyklischer Beanspruchung (Liquefaction), Hang- und Standsicherheitsprobleme, Fundamentreaktionen sowie
Vorteile liegen in realistischen Spannungsverhältnissen bei kleinen Modellgrößen, geringeren Kosten und der Möglichkeit, Parameter systematisch zu
Historisch entwickelte sich die Zentrifugalmodellierung in der Geotechnik ab den 1950er Jahren zu einer etablierten Methode;