Vakuumimprägnierung
Vakuumimprägnierung ist ein Verfahren zur Durchströmung von Materialien mit einer Flüssigkeit unter Vakuumbedingungen. Zunächst wird das zu imprägniertes Werkstück in einen luftdichten Behälter gelegt, der anschließend mit einer Vakuumkammer verbunden wird. Durch das Entziehen von Luft entsteht ein Unterdruck, der die enthaltenen Poren und Hohlräume des Materials erweitert. Als nächstes wird die Imprägnierflüssigkeit – häufig ein Lösungsmittel, ein Harz oder ein anderen bindendem Medium – in den Behälter eingeschüttet. Durch den Vakuumdruck wird die Flüssigkeit tief in die Poren vordringt, wodurch die Versiegelung von Leerstellen, die Entlüftung von Gasmolekülen und die gleichmäßige Verteilung des Mediums gewährleistet werden. Nach dem Aufbringen der Flüssigkeit wird das Vakuum wieder gelockert, sodass das überschüssige Medium aus dem Werkstück austritt und das Material schließlich trocknet oder polymerisiert.
Vakuumimprägnierung findet breite Anwendung in der Holzbearbeitung, der Herstellung von Verbundwerkstoffen, in der Textilindustrie und bei