Transkriptionsinaktivität
Transkriptionsinaktivität, auch bekannt als Transkriptionsrepression, beschreibt den Prozess, bei dem die Expression eines Gens auf Transkriptionsebene reduziert oder vollständig blockiert wird. Dies geschieht durch die Bindung von Proteinen, sogenannten Transkriptionsrepressoren, an spezifische DNA-Sequenzen, oft als Operator- oder Silencer-Elemente bezeichnet. Diese Bindung kann auf verschiedene Weisen wirken. Repressoren können die Anlagerung der RNA-Polymerase an den Promotor des Gens verhindern oder die Aktivität der Polymerase während der Elongation stören. Darüber hinaus können Repressoren die Chromatin-Struktur verändern, indem sie die DNA dichter packen (Kondensation), was den Zugang der Transkriptionsmaschinerie erschwert. Transkriptionsinaktivität ist ein fundamentaler Mechanismus der Genregulation und spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung, Differenzierung und Reaktion von Organismen auf Umweltreize. Sie ermöglicht die feine Abstimmung der Genexpression, um Zellfunktionen zu optimieren und unnötige oder schädliche Proteinsynthese zu vermeiden. Fehlregulationen dieses Prozesses können zu verschiedenen Krankheiten, einschließlich Krebs, beitragen.