Teilreduktionsprozesse
Teilreduktionsprozesse sind chemische Reaktionen, bei denen ein Stoff partiell reduziert wird, sodass ein Teil der Sauerstoffatome entfernt oder Elektronen verschoben wird, während andere Strukturelemente des Materials erhalten bleiben. In der Oxidkunde bezeichnet man damit die Bildung von oxigen-defizienten oder niedrigoxidierten Phasen, oft mit Sauerstofflücken im Kristallgitter. Typische Beispiele sind die Reduktion von Fe2O3 zu Fe3O4 oder die Bildung von CeO2−x in Ceria-Materialien.
Die Steuerung dieser Prozesse erfolgt durch Reduktionsatmosphäre, Temperatur, Druck, Verweilzeit sowie durch Eigenschaften des Materials wie
Anwendungen finden sich in der Material- und Katalysatorentwicklung sowie in der keramischen Technologie. Substoichiometrische Oxide mit
Typische Analysen zur Bestimmung des Reduktionsgrades umfassen Temperatur-programmierte Reduktion (TPR), Thermogravimetrie (TGA), Röntgen- und Oberflächenanalytik wie