Sauerstofflücken
Eine Sauerstofflücke ist in der Festkörperchemie und Materialwissenschaft ein Kristalldefekt in oxide Materialien, bei dem ein Sauerstoffion aus dem Kristallgitter fehlt. Solche Lücken entstehen durch Nicht-Stöchiometrie, Reduktion oder Aliovalentes Doping; typische Beispiele sind die Erzeugung in ZrO2 durch Y3+-Doping oder in CeO2 durch passende Dopante. Die Ladungsneutralität bedingt, dass mit dem Wegfall eines Sauerstoffions positive Ladungen im Gitter entstehen, was die Bildung von Sauerstofflücken begünstigt. Sauerstofflücken können durch Erhitzen in reduktiven Gasen (zum Beispiel Wasserstoff) oder durch gezielte Stöchiometrieänderungen erzeugt werden.
Sauerstofflücken beeinflussen die Eigenschaften oxider Materialien signifikant: Sie schaffen Diffusionspfade für O2--Ionen und erhöhen die ionische
Die Messung und Charakterisierung erfolgt mit verschiedenen Techniken, darunter Röntgen- und Neutronenbeugung zur Bestimmung der Gitterstruktur,
Die Kontrolle der Sauerstofflückenkonzentration ist zentral für die Leistung oxider Materialien; zu viel oder zu wenig