SpinAsymmetrien
SpinAsymmetrien bezeichnen Unterschiede in beobachteten Größen, die auftreten, wenn die Spinorientierung eines Quell- oder Zielteilchens in einem Prozess variiert wird. Sie sind ein zentraler Indikator für spinabhängige Dynamiken in der Quantenchromodynamik (QCD) und treten in Kollisionen, Streuungen und Zerfällen auf. Typische Messgrößen sind differentiellen Cross-Sektionen-Verhältnisse wie A = (dσ↑ − dσ↓) / (dσ↑ + dσ↓), wobei ↑/↓ für verschiedene Polarisationszustände stehen.
Man unterscheidet SpinAsymmetrien nach der Polarisationsanordnung: Ein-Spins-Asymmetrien entstehen, wenn nur ein Teilchen im Prozess polarisiert ist,
Die Interpretation von SpinAsymmetrien erfolgt über verschiedene Mechanismen. Wichtige Konzepte sind der Sivers-Effekt, der spinabhängige Verteilung
Experimentell liefern SpinAsymmetrien Zugang zu der Spinstruktur des Nukleons, zu Spin-orbit-Kopplungen in Quark-Dynamiken und zu Tests