Sedimenthaushalte
Der Sedimenthaushalt, auch Sedimentbudget genannt, beschreibt die Bilanz der Sedimentmengen in einem festgelegten räumlichen System über einen bestimmten Zeitraum. Er fasst Inputs (Sediment, das durch Erosion, Bodenabtragung, Hangrutschungen oder Ufererosion entsteht), Speicher (Sediment, das vorübergehend oder dauerhaft in Überschwemmungsflächen, Flussauen, Deltas oder Stauseen abgelegt wird) und Outputs (Sediment, das das System verlässt, etwa durch Weitertransport in nachgelagerte Flussabschnitte oder ins Meer) zusammen. Das Vorzeichen des Budgets zeigt an, ob das System Sediment anfüllt oder eher abbaut.
Zu den wichtigsten Bestandteilen zählen Inputs durch Erosion an Hängen, Bodenabtrag, Bankerosion; Transport des Sediments im
Anwendungen und Herausforderungen: Der Sedimenthaushalt dient der Bewertung von Erosions- und Sedimentationsprozessen, der Fluss- und Küstenmorphologie,