PTENförlust
PTEN-Verlust bezeichnet den Funktionsverlust des Tumorsuppressorgens PTEN (Phosphatase and Tensin Homolog), das auf dem Chromosom 10q23 liegt. PTEN codiert eine Lipidphosphatase, die PIP3 zu PIP2 dephosphoryliert und damit die PI3K/AKT-Signaltransduktion antagonisiert. Durch diese Regulation hemmt PTEN Zellproliferation, Überleben, Migration und Metabolismus. Ein Verlust der PTEN-Funktion führt zu einer verstärkten Aktivierung dieses Signalwegs und kann das Tumorwachstum begünstigen.
PTEN-Verlust kann durch verschiedene Mechanismen entstehen: somatische Punktmutationen, LOH (Verlust der Heterozygotie) und homozygote Deletionen, sowie
In vielen Krebsarten tritt PTEN-Verlust auf und trägt zur Pathogenese bei, insbesondere in Gliomen, Endometrium- sowie
Diagnostik umfasst Sequenzierung (NGS) zur Identifikation von Mutationen, Kopienzahlanalysen zur LOH bzw. Deletion, Methylierungsanalysen und Immunhistochemie
Therapieansätze zielen oft auf den PI3K/AKT/mTOR-Weg ab; AKT-, PI3K- oder mTOR-Inhibitoren werden klinisch untersucht, und der